Und so schnell kann es gehen – schon zeige ich dir den letzten Gang meines diesjährigen Weihnachtsmenüs. Wahnsinn wie die Zeit rennt, doch damit es am Weihnachtsabend besinnlich und stressfrei zugeht, habe ich ein Dessert für dich, dass sich richtig gut vorbereiten lässt und auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt werden kann. Wie schon die letzten Gänge, ist auch dieser Gang vegan. Meine Geheimzutaten sind Aquafaba und Flohsamenschalen. Es lässt sich einfach aufschlagen und ist meiner Meinung nach in der Verarbeitung fester als Eischnee. Im Rezept schreibe ich, dass die Dattelmasse unter das aufgeschlagene Kichererbsenabtropfwasser (=Aquafaba) gehoben werden muss. Das hört sich jetzt vielleicht etwas schwierig oder mühsam an, doch das ist es gar nicht. Ich schlage das mit Flohsamenschalen gequellte Kichererbsenabtropfwasser mit der Küchenmaschine auf. Wenn es steif ist, gebe ich das Dattelmus in drei Schritten hinzu und schlage das Ganze währenddessen immerfort auf höchster Stufe in der Küchenmaschine weiter auf. Eines kann ich dir versprechen – das heutige Rezept wird sicher nicht das letzte Rezept mit Aquafaba gewesen sein. 😉

Was ich dir noch versprechen kann ist, dass es auch 2018 mit meinem Blog weitergehen wird, obwohl ich jetzt schon ein bisserl ein mulmiges (gestresstes) Gefühl in der Magengegend habe, wenn ich daran denke, dass ich in rund vier Monaten meine Bachelorarbeit abgeben muss. Die Studienzeit ist rückblickend wie im Flug vergangen. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Tag bzw. an das Aufnahmeverfahren erinnern – viele neue Gesichter, Eindrücke und Erlebnisse. An meinem ersten Tag war ich einerseits sehr nervös und andererseits habe ich mich irgendwie sofort wohlgefühlt. 🙂 Mittlerweile ist das Ende meines Studiums sehr nahe und ich wurde schon mehrmals gefragt, was ich nachher machen möchte bzw. ob ich Angst davor hätte. Tja – darauf antworte ich meist „Jein“.  „Nein“ – weil ich weiß, dass es nunmal so ist und ich mich darauf ja vorbereiten kann. „Ja“ – da ich nach meinem Studium ein weiteres großes Abenteuer antrete und mir das jetzt schon bzw. noch, da im Moment noch alles ein wenig schwammig ist, ein bisserl Bauchweh bereitet (es ist aber eine wirklich positive Sache – stay tuned, bald gibt es mehr Infos 😉 ). 

 

Jetzt gibt es aber erst einmal das heutige Weihnachts-Tannenbaum- Dessert – wer es nicht in Baumform mag, der/die kann es ja einfach in schöne Gläschen füllen und mit verschiedenen Leckereien (Früchten, Minze, etc.) toppen. 😉

Zutaten für 3 Personen:

Für die Mousse:
  • 100 g Kichererbsen- Abtropfwasser (z.B. von einer Dose gekochten Kichererbsen)
  • 1 TL Flohsamenschalen
  • 100 g entsteinte Datteln
  • 1 EL Dattel- Einweichwasser
  • 50 g vegane Zartbitterschokolade (85%  Kakao- Anteil)
Für die Fruchtsauce:
  • 200 g eingelegte und abgetropfte Marillenhälften (z.B. Marillenkompott)
  • etwas Zucker
  • etwas Marillenschnaps
Sonst wird noch benötigt:
  • 1 EL Marmelade
  • runde, vegane Kekse (z.B. Kekse aus diesem Teig ⇒ hier⇐)
  • vegane Schokolade (weiße, zartbitter, etc. – je nach Wunsch)
  • Zuckerperlen (größere und kleinere)

Zubereitung:

Das Kichererbsenabtropfwasser mit den Flohsamenschalen verrühren und für mind. 2 Stunden quellen lassen.

Die Datteln mit heißem Wasser übergießen bis sie bedeckt sind und für mind. 20 Minuten einweichen lassen.

Anschließend das Kichererbsenabtropfwasser – Flohsamen- Gemisch steif aufschlagen – das kann mitunter ein paar Minuten dauern.

Die Schokolade für die Mousse im Wasserbad schmelzen.

Die Datteln abseihen und dabei 1 EL Einweichwasser auffangen. Die Datteln mit dem 1 EL Einweichwasser fein pürieren.

Das Dattelpüree zum Kichererbsen-Schnee geben und diese unterheben. Zuerst mit einem Drittel beginnen – dieses unterheben und dann das nächste Drittel glatt einrühren. Zum Schluss das letzte Drittel des Dattelpürees glatt unterheben.

Die geschmolzene Schokolade zur Dattel- Kichererbsen- Masse geben und diese glatt unterheben. Anschließend die Mousse- Masse in einen Spritzbeutel füllen und für rund 1 Stunde kalt stellen.

Für die Keksböden habe ich diesen Keksteig ⇒ hier ⇐ verwendet, diesen ausgerollt und Kekse ausgestochen. Die Kekse habe ich anschließend  bei 160°C Umluft im vorgeheizten Backofen für rund 9 Minuten goldbraun gebacken. Zwischendurch immer mal nachsehen, ob sie eh noch nicht verbrannt sind (je nach Größe brauchen sie eventuell nicht ganz so lange 😉).

Die Schokolade für die Glasur im Wasserbad schmelzen.

Die ausgekühlten Kekse an einer Oberseite dünn mit Marmelade bestreichen und das Dattel-Schokomousse in Kegelform auf die Kekse spritzen. Das Ganze nun mit der geschmolzenen Schokolade glasieren und mit den Zuckerperlen toppen. Zum Schluss noch für rund 15 Minuten kaltstellen, sodass die Glasur härtet. 

Für die Fruchtsauce die Marillenhälften fein pürieren und je nach Wunsch mit Zucker und etwas Marillenschnaps abschmecken.

Die Tannenbäume auf Tellern anrichten und die Teller mit der Fruchtsauce garnieren.

Gutes Gelingen!

P.S. Hier geht es zur Vor– und Hauptspeise meines Weihnachtsmenüs. 🙂

 

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