Lange Zeit dachte ich, dass mein grüner Daumen eher verkümmert ist und nur wenig existiert. Mr. B und ich haben eigentlich doch viele Zimmerpflanzen und die, die wir haben, leben auch schon wirklich lange, aber trotzdem hatte ich immer das Gefühl, ich kann auf Pflanzen nicht Acht geben. Tief in meinem Inneren habe ich jedoch dieses Verlangen nach einer kleinen grünen Oase verspürt. Womöglich hängt dies mit meinem Aufwachsen zusammen. Ich bin auf dem Land zwischen saftigen Wiesen, dunklen Wäldern und bunten Blüten aufgewachsen und mein Herz brennt für die Natur und deren erholsame Wirkung. Jetzt wohne ich schon seit knapp sechs Jahren in Wien und Mr. B und ich haben schon einiges probiert, um uns eine kleine grüne Oase zu schaffen. Wir haben bereits einen Feldanteil gepachtet, dort Gemüse gehegt und gepflegt – haben dann aber festgestellt, dass ein 80m²- Feld einfach viel zu groß für uns ist und wir sind mit der Betreuung gar nicht hinterher gekommen. Wir haben diese Aktion nur eine Saison durchgehalten und den Anteil danach wieder zurückgegeben. Danach haben wir in Blumenkisteln Gemüse angebaut – vergeblich – da ist nichts gewachsen. Und heuer haben wir es wieder probiert. Ich wollte es einfach nochmal versuchen und tatsächlich, es hat geklappt! In Blumenkistln. Auf der Fensterbank. In unserer Wohnung. 😀

Diesmal haben wir Gurken, Zucchini, Minze, Salat und Paradeiser angebaut und haben auch schon die ersten Ernteerfolge erleben dürfen. Diese Erlebnisse haben mir wieder einmal gezeigt, dass alles möglich ist, wenn man/frau sich traut und den Mut hat es auszuprobieren. Den Salat haben wir schon verspeist, die Minze wuchert und wurde bis dato meist zu Minzetee verarbeitet. Die Gurken haben wir einfach so gesnackt, die Zucchinis verkocht und nun können wir endlich unsere ersten eigenen Paradeiser genießen. Zur Feier des Tages gab es mit diesen leckeren, roten, runden Köstlichkeiten einen Cocktail. Es geht in Richtung Bloody Mary, nur nicht so extrem mächtig, spritziger und ein wenig fruchtiger. Bei der Fruchtkomponente habe ich mich für Himbeeren entschieden – die harmonieren einfach super mit Paradeisern. Das Ganze kann alkoholfrei oder mit Gin genossen werden. Gin verleiht dem Ganzen jedoch noch das gewisse Etwas – eine leicht herbe Note. Wenn ich das jetzt so schreibe, dann bekomme ich jetzt Lust auf diese ‚fruchtige Mitzi‘, doch um 10:10 Uhr wäre es vermutlich noch ein bisserl zu früh dafür. 😉

 

Zutaten für 2 fruchtige Mitzis:

  • 70 g Cherryparadeiser
  • 80 g gefrorene Himbeeren
  • 1 cl Zitronensaft
  • 6 cl Gin
  • 300 ml prickelndes Mineralwasser/Sodawasser
  • 6 Eiswürfel
  • Garnitur: Minze, Cherryparadeiser, gefrorene Himbeeren, Holzstäbchen zum Umrühren

Zubereitung:

Die Himbeeren und die Cherryparadeiser gemeinsam fein pürieren und wenn gewünscht durch ein feines Sieb drücken, sodass die Kerne später nicht im Cocktail schwimmen. Ich habe mir das Prozedere erspart und später die Kerne einfach mitgetrunken. 😉

Anschließend die fruchtige Masse mit dem Zitronensaft und dem Gin vermengen.

Auf zwei Gläser aufteilen, die Eiswürfel in die Gläser geben und mit dem Mineralwasser/Sodawasser auffüllen.

Zum Schluss noch jeweils einen Cherryparadeiser und eine Himbeere leicht einschneiden, sodass sie am Glasrand drapiert werden können und die Minze und das Holzstäbchen ins Glas geben.

Cin Cin!

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