Da es ja bald ab in die Ferne geht, nutze ich jetzt noch gerne jede Möglichkeit, um meine allerliebsten Lieblingsmenschen zu besuchen. Aufgrund meiner Arbeit bot sich mir die Gelegenheit und ich konnte unter der Woche für ein paar Tage in die Heimat reisen, denn ursprünglich komme ich nicht aus Wien. Nicht, dass das schon jemals wer vermutet hätte – ich glaube man/frau sieht mir einfach meine Landei-Wurzeln an. Es soll Schlimmeres auf dieser Welt geben… 😉

Es ging also bepackt mit Rucksack, Regenschirm und Co. ab in die Heimat. Nach Hause. An einen Ort, der umrahmt ist von dunklen Wäldern und grünen Wiesen. Die Zusammensetzung der EinwohnerInnen wird massiv von tierischen Mitlebewesen beeinflusst – kurz gesagt: es gibt mehr Kühe als Menschen. Zuhause angekommen gibt es bei mir immer das gleiche Ritual – zuerst wird etwas gegessen, danach werden alle begrüßt und miteinander endlos lange getratscht. Diese Momente sind für mich besondere kleine Auszeiten vom stressigen Alltag. Die Zeit läuft etwas langsamer, es bietet sich die Möglichkeit zum Abschalten und Runterkommen. Was ich dann z.B. häufig mit meiner Oma mache, ist alte Fotos anzusehen. Sie hat eine braune, alte Kiste und in dieser sind unzählige alte Fotos von Verwandten, FreundInnen und Bekannten. Wir gehen die Fotos gemeinsam durch und ich erfahre wilde Geschichten über meinen Urli oder dessen Cousinen oder über ehemalige Geliebte und andere interessante Storys aus der damaligen Zeit. Es ist wirklich immer wieder faszinierend Menschen auf Fotos zu sehen und zu wissen, dass man/frau von dieser Person abstammt, aber leider nie die Möglichkeit haben wird, diese Person zu fragen was sie von jenem hält oder meint. Und dann kam die Idee auf einen der Hausberge zu fahren und mit meiner Oma einen wunderschönen Nachmittag zu genießen.

Oimpizza & Jagabrot

Gesagt – getan. Mit dem Lift geht es ja doch recht schnell auf so einen Berg und ich denke, Bilder sprechen mehr als tausend Worte. 🙂

Was natürlich am Berg nicht fehlen darf  ist „Oimpizza und Jagabrot“. Ersteres würde ich nicht probieren – auf gar keinen Fall. Letzteres gab es früher bei uns, wenn wir gemeinsam im Wald Schwammerl suchen waren. Oimpizza – ganz simpel erklärt – ist Kuhkacke. That’s it!

Jagabrot ist eine Art Distel und die Blütenböden dieser Silberdistel sind genießbar. Der Geschmack ist mild und die Blütenböden können roh oder gekocht verspeist werden. Die Silberdistel ist zwar in Österreich teilweise noch häufig verbreitet, jedoch ist sie in bestimmten Regionen bereits gefährdet und sollte nicht gepflückt werden. Das habe ich auch erst jetzt gelesen – das nächste Mal pflücke ich keine mehr. 🙂

Bis bald! 🙂

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