Wer kennt es nicht – es gibt viele Dinge, die werden so gemacht, weil sie uns so gezeigt bzw. vorgelebt wurden. Bei mir in der Küche ist es genauso. Irgendwie war es für mich immer selbstverständlich, dass das Blattgrün vom Kohlrabi weggeworfen bzw. für die Haustiere beiseitegelegt wird. Vor einiger Zeit habe ich mich jedoch gefragt, ob das Blattgrün von Kohlrabi, Karfiol & Co. essbar ist und ohne Bedenken verspeist werden kann. Es gibt nämlich etwas, das ich überhaupt nicht leiden kann und das ist das Wegwerfen von Lebensmitteln. Nach kurzem Recherchieren wurde ich fündig und meine Vermutung wurde bestätigt – das Blattgrün vieler Knollengemüsesorten ist genießbar und soll zudem oft mehr Vitamingehalt aufweisen, als die Knolle selbst. Mit den Blättern können verschiedene Speisen kreiert werden oder sie verleihen Gerichten durch ihre Würze noch das gewisse Etwas. Ich habe mir für heute ein Rezept überlegt, das ganz simpel ist und schnell zubereitet werden kann. Egal ob mit Nudeln, im Risotto oder auf dem Brot – es ist einfach köstlich. Kohlrabigrün-Pesto hält sich für ca. 3 – 4 Tage im Kühlschrank, wenn die Oberfläche vollkommen mit Öl bedeckt ist. Pesto kann aber auch eingekocht und so länger haltbar gemacht werden. 🙂

Zutaten für 2 Personen:

für das Pesto:
  • 70 g Kohlrabigrün (= Kohlrabiblätter von einem großen Kohlrabi)
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 50 ml pflanzliches Öl
  • 6 große Basilikumblätter
  • Salz & Pfeffer
  • optional: 10 g Hefeflocken

Zubereitung:

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten und auskühlen lassen.

Die Kohlrabiblätter waschen, trocken tupfen und in kleine Stücke schneiden.

Anschließend die Kohlrabiblätter in einem Mixgefäß grob pürieren. Die Sonnenblumenkerne, die Basilikumblätter, das Öl, eine Prise Salz und Pfeffer hinzugeben. Nun solange pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es gerne cremig, daher püriere ich es sehr fein.

Optional können zum Schluss noch Hefeflocken hinzugegeben und kurz untergerührt werden, so bekommt das Ganze eine feine „käsige“ Note.

Das Pesto kann nun in ein sauberes Gefäß abgefüllt und kalt gestellt werden.

Guten Appetit! 🙂

P.S. Bei uns wird das Pesto heute auf dem Brot gegessen. Dafür wird Brot getoastet und anschließend mit einer geschälten Knoblauchzehe leicht eingerieben. Pesto drauf und fertig!

 

 

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