Bitte um einen lauten und ungestümen Trommelwirbel – endlich ist es soweit – die Kräutertage von der lieben Juliane haben gestartet. Es freut mich einfach unheimlich, dass ich die Kräuterpatin vom Schnittlauch sein darf und dir heute eines meiner Lieblingsrezepte mit diesem tollen Kräutervertreter vorstellen kann. Was genau diese Kräutertage sind und welche kulinarische Party das genau ist, erfährst du →hier←.

Warum habe ich mich für den Schnittlauch entschieden? Wenn ich so darüber nachdenke, dann war es eine reine Bauchentscheidung. Juliane hat gefragt, welches Kraut ich mir vorstellen könnte und spontan, aus dem Bauch heraus, habe ich mich für den Schnittlauch entschieden. Ich glaube, dass ich mich deshalb für diese aromatischen, grünen Halme entschieden habe, weil sie mich an meine Kindheit erinnern. Meine Oma hatte immer frischen Schnittlauch in ihrem Gemüsegarten und dieser durfte in der täglichen Mittagssuppe nicht fehlen. ABER – der Schnittlauch durfte nicht von allen geschnitten bzw. geerntet werden, nein, da gab es nur ein paar wenige, denen meine Oma diese große Aufgabe übertragen bzw. anvertraut hatte. 🙂  Ich durfte es z.B. nicht – ob das wohl meine kindliche Entwicklung oder der Entfaltung meiner Autonomie geschadet hat, kann ich heute nicht beantworten, doch ich weiß heute auf jeden Fall, warum meine Oma so entschieden hat. Eigentlich ist es ja auch ganz logisch und nachvollziehbar. Meine Oma liebt ganz fein geschnittenen Schnittlauch und mit meinem damaligen zarten Alter sah mein geschnittener Schnittlauch eher so aus, als hätte jemand frisch gemähte Wiese in der Suppe verteilt. Ich meine, der Schnittlauch durfte bei meiner Oma WIRKLICH nur sehr fein sein. 😀 Wenn ich es so betrachte, dann muss ich richtig schmunzeln. Ich glaube das Ganze hat mich schon ein wenig geprägt, denn heutzutage  kann ich keinen groben Schnittlauch in Suppen essen. Und nun zur offensichtlichen Moral von der Geschichte – ich mag meine Oma trotz dieser Schnittlaucherfahrung bis zum Mond und wieder zurück und eigentlich schmeckt Schnittlauch eh immer gleich – egal ob fein oder grob geschnitten. 😉

Nun gut, jetzt komme ich auch zum Wichtigsten – du kannst jetzt einfach runterscrollen und direkt das Rezept für dich entdecken. Wenn du →hier ← klickst, dann kannst bei der lieben Juliane herzige Grüße von mir hinterlassen. 😀

Zutaten für eine Roulade:

Für den Teig:
  • 4 Eier
  • 70 g Dinkelvollkornmehl
  • 20 g Maisstärke
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 4 EL fein geschnittener Schnittlauch
  • Salz & Pfeffer
Für die Füllung:
  • 200 ml Sahne
  • 8 EL fein geschnittener Schnittlauch
  • 1 TL Oberskren
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 250 g Räucherlachs
  • Salz &Pfeffer

Zubereitung:

Das Backrohr auf 200°C Umluft vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit Salz und Pfeffer steif aufschlagen. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Maisstärke) für den Teig miteinander vermengen. Nun die trockenen Zutaten, sowie die Dotter und den Schnittlauch vorsichtig unter den Eischnee heben.

Den Teig gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Ich habe hierfür vorab mit Bleistift ein Rechteck (26 cm x 21 cm) auf das Backpapier gezeichnet, das Backpapier anschließend umgedreht (sodass die Seite mit der Bleistiftskizze nach unten zeigt) und den Teig innerhalb des gezeichneten Rechtecks verteilt.

Den Biskuit bei 200°C Umluft für rund 6 Minuten backen. In der Zwischenzeit ein Geschirrtuch mit Maizena bestäuben. Den fertigen Biskuitteig auf das Geschirrtuch stürzen und das Backpapier vorsichtig abziehen. Den Teig nun einmal umdrehen, sodass die unschöne Seite (die beim Backen nach oben gezeigt hat) nach oben zeigt. Die Biskuitroulade nun mithilfe des Geschirrtuchs einrollen und in dieser gerollten Form auskühlen lassen.

Währenddessen die Sahne steif schlagen, den Schnittlauch und den Oberskren untermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die ausgekühlte Roulade behutsam ausrollen, mit der Sahnecreme bestreichen, mit dem Lachs belegen und wenn gewünscht noch einzelne Schnittlauchhalme in die Mitte der Roulade legen. Nun wieder mithilfe des Geschirrtuchs einrollen. Die restliche Creme in einen Spritzbeutel geben und die Roulade damit toppen. Zum Schluss noch etwas fein geschnittenen Schnittlauch über die Roulade streuen.

Gutes Gelingen. 😊

Pssst…. Morgen geht die Kräuterparty →HIER← gleich weiter! 

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