Wenn ich diese Rote Rüben- Wutzerl so betrachte, dann bin ich immer wieder aufs Neue geflasht, welche Farben Mutter Natur zum Vorschein bringt. Ich meine, eine frisch angeschnittene Rote Rübe – eine Wohltat für die Augen. Kennst du dieses Gefühl, wenn dich einfach die kleinen Dinge des Lebens erfreuen? So geht es mir eben bei Roten Rüben. Sie sind unscheinbar, verbringen viele Stunden unter der Erde, im kalten, dunklen und vielleicht auch steinigen Boden. Die Blätter (ich finde Rote Rüben- Blätter übrigens ebenso so bezaubernd) lassen die wunderschöne Farbenpracht jener Frucht, aus der sie entstammen erahnen und runden mit ihrem satten Grün das Gesamtbild dieser Gemüsesorte ansprechend ab. Ja du liest gerade richtig – ich philosophiere über eine Rote Rübe. Vielleicht etwas ungewöhnlich – vielleicht fragst du dich jetzt, ob ich mich gleich mit dem Beziehungsstatus „In einer Beziehung mit Roter Rübe – es ist kompliziert“ oute… Nein mache ich nicht – ich hab doch den Mr. B. ♥ 😉 und Rote Rüben sind ja auch wirklich ein bisserl kompliziert bzw. mühsam bei der Verarbeitung. Ich weiß gar nicht wie oft ich mich schon über mich selbst geärgert habe, dass ich keine Gummi- Handschuhe für die Rote-Rüben-Zubereitung angezogen habe – bestimmt unzählige Male. Nunja – Hände können ja gewaschen werden und bleiben nicht für immer so, als hätte man/frau sich gerade für eine sehr kreative Körperbemalung entschieden. 🙂

Ich glaube, es gibt deswegen so viele Rezepte mit Roten Rüben bei mir auf meinem Blog, da ich einfach bei jedem Zubereitungs- Mal einen kleinen Fan-Girl-Moment habe. 😉 So.. Nun habe ich aber auch wirklich genug über diese erdige Frucht philosophiert – widmen wir uns lieber den wirklich wichtigen Dingen imLeben ⇒ KOCHEN und später dann ESSEN. 😉 😉

Die heutigen Rote Rüben Wutzerl sind so entstanden, dass ich eigentlich Rote Rüben Gnocchi (mit Kichererbsenmehl) kochen wollte – beim Wutzeln des Teiges dachte ich mir dann „Nö, ich brate sie einfach an und fertig“. Die köstliche Feta- Ricotta- Sauce gab es wie ursprünglich geplant, denn die rundet das Ganze ideal ab. Ein bisserl frische Kresse oben drauf und fertig ist ein wunderschönes Farbenspiel am Teller, das nicht nur gut aussieht, sondern auch richtig gut schmeckt. 🙂

Zutaten:

für die Wutzerl:

  • 400 g rohe Rote Rübe
  • 100 ml Kochwasser (von der Roten Rübe)
  • 130 g geröstetes Kichererbsenmehl
  • 2 TL Flohsamenschalen
  • etwas Suppenwürze
  • etwas Öl
  • Salz & Pfeffer
  • eventuell etwas Süßlupinenmehl
  • Deko: Gartenkresse

für die Sauce:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 200 ml Wasser
  • 50 g Feta
  • 4 EL Ricotta
  • etwas Öl
  • etwas Suppenwürze
  • Salz & Pfeffer
  • 3 TL Maizena
  • 3 – 4 TL Wasser

Zubereitung:

Die Rote Rübe schälen, in kleine Stücke schneiden und in ausreichend Salzwasser weich kochen.

Anschließend das Kochwasser abgießen und dabei 100 ml auffangen. Die gekochte Rote Rübe zusammen mit dem aufgefangenem Kochwasser fein pürieren und zum Kochen bringen. Mit etwas Suppenwürze, Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Rote Rüben Püree kocht, das Kichererbsenmehl hinzugeben und die Masse unter stetigem Rühren weiter kochen und eindicken lassen (für rund 3 Minuten). Die Flohsamenschalen  unterheben und das Ganze für rund 45 Minuten bei Zimmertemperatur rasten lassen.

Währenddessen kann die Sauce zubereitet werden. Hierfür die Zwiebel kleinwürfelig schneiden und in etwas Öl glasig dünsten. Das Ganze mit dem Wasser ablöschen und schwach köcheln lassen. Salz, Pfeffer und etwas Suppenwürze hinzugeben. Anschließend den Ricotta, sowie den Feta hinzugeben und alles fein pürieren. Das Maizena mit dem Wasser vermischen. Die Käse-Sauce zum Kochen bringen und unter stetigem Pürieren das Maizena-Wasser-Gemisch in die Sauce leeren. Kurz aufkochen lassen, sodass die Sauce eindickt. Nochmals pürieren und abschmecken. Sollte die Sauce noch zu dünn sein, einfach noch etwas mehr Maizena mit Wasser vermengen und wieder wie vorher unter stetigem Pürieren zur kochenden Sauce geben.

Nach dem Rasten die Rote Rüben- Masse zu Wutzerl formen (ähnlich wie Schupfnudel) und in etwas Öl anbraten. Sollte der Teig beim „Wutzeln“ etwas klebrig sein, einfach ein bisschen Süßlupinenmehl zum Verarbeiten der Masse verwenden. Achtung: Die Wutzerl werden beim Anbraten schnell dunkel.

Zum Schluss die Wutzerl mit der Sauce servieren und mit der Kresse toppen.

Guten Appetit! 🙂

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