Das vergangene Wochenende war vollgepackt mit bunten Eindrücken und interessanten Erlebnissen – und mit Dingen, die ich gelernt habe, ohne je daran gedacht zu haben. Du fragst dich jetzt vielleicht was ich damit genau meine. Nun gut, ich verrate es dir – hätte ich so oder so getan ;-). Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du noch unendlich viele Dinge erleben willst, tausende Punkte stehen auf deiner Bucket List, du weißt gar nicht, wo du genau beginnen sollst/willst, wo die Reise hingehen soll und was genau der richtige Plan ist. Ich wage zu behaupten, dass die Welt der Social Media Kanäle ihr Übriges dazu beiträgt bzw. wir mit unserem Social-Media-Konsum tagtäglich mit Erlebnissen anderer konfrontiert werden und auf einmal das Gefühl in einem aufkommt, etwas verpasst  zu haben und ebenso tolle Erfahrungen sammeln zu wollen.

Mein bestes Beispiel bisher: Ich habe einen Beitrag darüber gesehen, dass jemand selbst Papier schöpft und just in diesem Augenblick dachte ich mir, dass ich das auch ausprobieren will/muss. Ich will es ausprobieren, damit ich das auch einmal gemacht habe – es könnte ja eine wundervolle Erfahrung sein. Ich habe also mit meiner Recherche begonnen und mir ein Video über verschiedene Arten des Papierschöpfens angesehen. Danach habe ich bereits überlegt wie ich am besten so einen Papierschöpf-Rahmen selber basteln könnte und ob das selbst geschöpfte Papier auch bedruckt werden könnte… Soll ich dir etwas verraten? Ja? Ich habe noch nie zuvor in meinem ganzen Leben daran gedacht Papier selbst zu schöpfen. Niemals. NIE. Warum wollte ich das auf einmal machen? Vielleicht weil ich etwas Neues lernen wollte oder weil ich so den Wert von Papier mehr schätzen würde oder weil ich meiner Kreativität freien Laufen lassen könnte oder weil ich mir dachte, das muss ich unbedingt einmal erlebt haben. Btw – gemacht habe ich es bis dato noch nicht.

Worauf will ich denn jetzt überhaupt hinaus? Ich glaube, dass Social Media eine positive Inspirationsquelle sein kann, jedoch die verschiedensten Eindrücke meist aufgeschnappt und „bewundert“ werden, Zeit damit „vergeudet“ wird und sie schlussendlich nicht im realen Leben umgesetzt werden. Meiner Meinung nach können so oder so die besten, lustigsten oder intensivsten Momente nur spontan im realen Leben erlebt werden. Ich habe das wieder einmal am Wochenende gesehen. Mr. B. und ich waren zusammen bei mir Zuhause und mein Bruder hat etwas im Garten neu gemacht. Zusammen mit seiner Freundin haben wir spontan beschlossen ihm zu helfen und so habe ich zum ersten Mal in meinem ganzen Leben betoniert. Ja genau, ich habe betoniert bzw. hat uns mein Bruder gezeigt worauf es ankommt und was wichtig ist. Bis dato habe ich noch nie daran gedacht etwas zu betonieren, denn es gab auch keinen Bedarf dafür. Jetzt habe ich es aber gemacht und etwas fürs Leben gelernt. Am Abend war ich natürlich richtig stolz, heute habe ich einen Muskelkater in den Armen und einen leichten Sonnenbrand auf meinen Wangen. Die Erinnerung bleibt und es hat trotz der anstrengenden Arbeit richtig viel Spaß gemacht. Nach diesem Wochenende habe ich mir vorgenommen mein Leben nicht nur von Inspirationen auf den verschiedensten Social Media Kanälen bestimmen zu lassen, sondern einfach das reale Leben und die reale Welt bewusst wahrzunehmen – sodass ich weiterhin Dinge lernen kann, ohne je daran gedacht zu haben. 🙂

Und hier geht es zum heutigen Sandwich – köstlich, simpel und einen Versuch wert. 😉

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Fladen- oder Grillbrot
  • etwas Salat
Für den Aufstrich:
  • 150 g gekochte und abgetropfte Kichererbsen
  • 1 Stück Frühlingszwiebel
  • 1 TL Senf
  • 2 EL gehackte Essiggurkerl (ca. 2 Essiggurkerl)
  • 3 Kapernbeeren
  • 2 EL Sauerrahm
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

2 EL von den Kichererbsen beiseitestellen. Die restlichen Kichererbsen in einer Schüssel mit einer Gabel grob zerdrücken.

Die Kapernbeeren und die Essiggurkerl fein hacken und zusammen mit dem Paprikapulver zu den zerdrückten Kichererbsen geben.

Den Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und ebenso den zerdrückten Kichererbsen beimengen.

Nun kommen die restlichen Kichererbsen, der Senf und der Sauerrahm in die Schüssel. Alles gut miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat waschen.

Das Fladen- oder Grillbrot aufschneiden, toasten und die untere Hälfte mit Salat belegen. Darauf nun den Aufstrich verteilen und die obere Weckerlhälfte darauf platzieren.

Guten Appetit! 🙂

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