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Es ist schon eigenartig wie schnell oder langsam die Zeit manchmal vergeht. Mittlerweile sind Mr. B und ich schon wieder rund fünf Monate Zuhause und der Alltag hat uns wieder. Das große Abenteuer ist vorbei und das neue Jahr wurde herzlich begrüßt und gefeiert. Die Fotos vom letzten Abschnitt unserer Reise wurden noch nicht angetastet, bearbeitet oder hergezeigt. Wieso weiß ich nicht genau – womöglich, weil uns dann einmal mehr bewusst werden würde, dass diese Reise vorbei ist. Für diesen Beitrag habe ich dann doch ein paar Bilder rausgesucht. Teil 3 unserer Reise – wir sind wieder zu zweit und etwas planlos. 😊

Joshua-Tree-Nationalpark

Route

Bis Las Vegas war eigentlich alles vorgebucht und wir hatten keinerlei Stress mit Buchungen oder Überlegungen, wo wir als nächstes hin möchten. Für die Planung des letzten Reiseabschnitts (Westküste) fanden wir aber vorab keine Zeit mehr und es graute mir schon davor, alles am letzten Drücker vor Ort buchen zu müssen. Nun waren wir also in Las Vegas und hatten nicht wirklich einen Plan wo wir als nächstes hinwollten. Wir haben schließlich kurzerhand beschlossen eine weitere Nacht in Las Vegas zu buchen und den weiteren Reiseverlauf zu planen. Gesagt – fast getan. Wir haben bis Los Angeles gebucht, doch weiter kamen wir nicht, da uns die Wetterlage Sorgen bereitete. In verschiedenen Nationalparks wurde der Wintereinbruch prognostiziert und unser Auto war definitiv nicht wirklich wintertauglich. Wir haben uns dann dafür entschieden, vorerst bis Los Angeles zu planen und dann einfach weiterzusehen was möglich oder eben nicht möglich ist.

Am nächsten Morgen brachen wir schließlich auf und machten uns auf den Weg zum Joshua Tree Nationalpark. Wir haben große und kleine Steine bestiegen, den Sonnenuntergang genossen und Joshua Trees im Mondschein betrachtet. Am Abend waren wir noch im Kino und schliefen danach wieder im Auto am Parkplatz des ortsansässigen Walmarts (guess what – die Campingplätze waren wieder alle ausgebucht…). Diese Nacht war die kälteste Nacht meines Lebens – Mr. B hat ein wenig schlafen können, ich konnte gar nicht schlafen. Mir war so kalt, dass ich selbst mit zwei Tshirts, Pullover, Jacke, Leggins, Hose und drei Paar Socken noch fror. Der Entschluss stand fest: das war die letzte Nacht im Auto.

Nach dieser einprägsamen Nacht ging es weiter Richtung Süden – San Diego. Dort haben wir Thanksgiving gefeiert. Wir haben einen Tisch gebucht und ein köstliches Thanksgiving-Buffet genossen. Neben Sightseeing und Museumsbesuch haben wir noch ein Football-Match besucht und festgestellt, dass das nicht unbedingt unsere Lieblingssportart werden wird. 😉 Aber das Schönste an den Tagen in San Diego waren bestimmt die Strände – nach knapp 4 Wochen haben wir endlich wieder Meer und Strand um uns herum. Die Tage vergingen wie im Flug und schon waren wir in Los Angeles. Hier hatten wir etwas Pech mit unserer Unterkunft – Los Angeles wurde dennoch ausgiebig erkundet. Ein Foto mit dem Hollywood-Zeichen, Los Angeles bei Nacht (ich liebe den nächtlichen Blick von oben auf Städte), ein Besuch im Autokino, Walk of Fame, etc. – die Liste ist lang. 😉

San Diego

Schließlich haben wir ebenso besprochen wie unsere Reise weitergehen soll – was wollen wir noch sehen? Was wollen wir noch erleben? Was sagt uns nicht so zu? Nach ein paar Überlegungen stand für uns fest, wir fahren die Pazifikküste entlang Richtung Norden, fahren bis zum Redwood Nationalpark und anschließend wieder Richtung Süden bis San Francisco. Wir waren anfangs hin und her gerissen, da wir unheimlich gerne den Yosemite und Sequoia Nationalpark gesehen hätten, doch im Nachhinein betrachtet hat die Reise so perfekt für uns gepasst. Dieser Ausblick entlang der kurvigen Straße ist einfach einmalig. Wir konnten zudem noch See-Elefanten beobachten, tosende Brandungen bestaunen und die „Lone Cypress“ besuchen.

Und dann ging es weiter Richtung Norden und ich war auf einmal der glücklichste Mensch auf Erden. Nach einer Nacht im Napa Valley führte uns unser Weg direkt in Mitten des Redwood Nationalparks. Riesengroße, alte Bäume, Stille, Natur, Farne, Mr. B und ich (und ein paar wenige andere Touris). Anscheinend gibt es dort auch Bären, davor hatte ich schon ein bisserl Angst, doch uns ist nichts passiert und wir konnten einfach ungestört die Idylle genießen. Den Sonnenuntergang am Strand haben wir zwar verpasst, dafür haben wir jedoch den Fern Canyon bewandert. Die feuchte Luft im Wald war einmalig und ein super Kontrast zur späteren Stadt-Atmosphäre in San Francisco.

San Francisco – unser letzter Punkt auf unserer Reiseroute – unser letzter Stopp bevor es wieder in die Heimat geht. Dank unseres mittlerweile erreichten booking.com-Levels konnten wir ein bequemes Hostel-Hotel (Übernachtung im Doppelzimmer mit geteiltem Bad/WC am Gang) kosteneffizient buchen und die Stadt ohne Auto erkunden. Bevor wir jedoch unseren Birdy (unser Mietauto) zurückgaben, haben wir noch einen Tagesausflug nach Stanford und Silicon Valley gemacht. An den restlichen Tagen sind wir noch die Lombard Street entlang gelaufen, haben die hügeligen Straßen San Franciscos erklommen (die sind echt arg steil… 😊), einen Mission-Burrito verspeist, eine Isolationszelle auf Alcatraz besichtigt und als krönenden Abschluss Mr. B’s Geburtstag in einem Katzencafe zelebriert.

Danach ging es mit vollen Rucksäcken, tausenden neuen Erfahrungen, unzähligen Eindrücken und müden Beinen ab nach Hause. USA – es war uns ein Vergnügen.

Blau: Route Teil 1 | Rot: Route Teil 2 | Grün: Route Teil 3

Kostenübersicht für „Westküste & Mammutbäume“ (von Las Vegas bis San Francisco)/ 27 Nächte

  • Übernachtung – bei diesem Teilabschnitt haben wir rund € 17,- bis € 45,- pro Person/Nacht ausgegeben. Wir haben eine Nacht im Auto geschlafen, ansonsten haben wir in Airbnb’s, Motels und Hostels geschlafen.
  • Mietauto/Maut/Tanken – der letzte Teilbetrag für unseren Midsize SUV (für die restlichen 20 Tage) mit bestmöglicher Versicherung und zweitem Fahrer/zweiter Fahrerin beträgt  $ 958,-. Für die Maut haben wir  $ 18,- und fürs Tanken  $ 330,- bezahlt.
  • Besichtigungstour/Eintritte – für zwei Personen haben wir für die gesamten Besichtigungen dieses Reiseabschnitts rund  $ 301,-, sowie € 185,-  ausgegeben.
  • Verpflegung – wir haben mehrmals selbst gekocht, waren abends gut essen oder haben uns etwas zum Mitnehmen gekauft. In Summe kommen wir hier auf  $ 825,- für beide.
  • Öffi-Tickets – die Ausgaben für die Öffi-Tickets, die wir in den verschiedenen Orten/Städten gebraucht haben, belaufen sich auf $ 112,- für beide Personen.
  • Handy – unsere Sim- Karte mussten wir nicht mehr aufladen.
  • Sonstiges (z.B. Wäsche waschen, Souvenirs, Parken, etc.) – hierfür haben wir gemeinsam rund $ 160,- ausgegeben.
San Francisco

Fazit

Würden wir den letzten Abschnitt wieder so machen? Würden wir etwas ändern? Ganz klare Antwort – wir würden die Reise wieder so machen 😊 – eventuell das nächste Mal eine andere Jahreszeit auswählen und noch mehr Nationalparks bereisen. Es war die richtige Entscheidung die Pazifikküste Richtung Norden entlang zu fahren. Ich bin nach wie vor hin und weg vom Redwood Nationalpark und versuche diese Erinnerungen tief in meinem Inneren zu konservieren. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist, was wir alles sehen und erleben durften und an welche persönlichen Grenzen uns diese gesamte Reise gebracht hat. Mr. B und ich haben beide unsere Komfortzonen verlassen, uns auf Neues eingelassen und uns wieder auf Zuhause und die alltägliche Routine gefreut. Ich weiß noch nicht genau wann unsere nächste Reise stattfinden wird, aber ich bin mir sicher es wird ebenso schön. Schön und mit Sicherheit auch anders. 😊

Unsere Reisevideos gibt es wie immer > hier <.

  • Teil 1 der Reise >hier<.
  • Teil 2 der Reise >hier<.
Redwood Nationalpark

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