Vorweg: Dieser Beitrag kann unbezahlte Werbung enthalten (Markennennung).

Im Moment sitze ich im Auto – auf dem Weg Richtung Texas. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht. Es fühlt sich so an, als wären wir gerade erst gestern vor dem netten Beamten gestanden, der uns mit einem Lächeln fragte, wie wir so lange Urlaub bekommen haben und was wir uns alles anschauen würden. Wir haben doch erst gestern die Rucksäcke gepackt – mehrmals, da natürlich beim ersten Mal nicht gleich alles reingepasst hat. Die frühe Fahrt zum Flughafen, die fünfstündige Flugverspätung nach Chicago, das erste Hochgefühl (überschattet von Übermüdung und Überforderung), das Gefühl der ersten Dollarscheine in den Händen…. all das scheint erst gestern gewesen zu sein, doch es ist mittlerweile schon fast fünf Wochen her. Allein wenn ich die Wörter „fünf Wochen“ lese, zucke ich innerlich zusammen. Wie kann die Zeit so vorbeihuschen? Aber gut, so ist es nun mal. Da die Zeit nicht aufgehalten werden kann, versuche ich jeden noch so kleinen Moment aufzusaugen, einzufangen und für später zu konservieren. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich das Alles hier erleben darf. Damit auch du weißt, wovon ich spreche, hier ein paar Eindrücke und danach gibt es die genaue Route, Reisevideos und Fakten, Fakten, Fakten. 😀 Spaß, eigentlich verrate ich dir nur, was uns die Reise bis jetzt gekostet hat. 😉

Outer Banks

Route

Gestartet sind wir am Flughafen Wien. Nach einem etwas längerem Aufenthalt in London (unser Flug wurde gecancelt und wir wurden auf eine spätere Maschine umgebucht) flogen wir schließlich weiter nach Chicago. Als ehemaliges Kind vom Land war Chicago eine vollkommene Überraschung für mich. Ich meine, so hohe Wolkenkratzer habe ich bis dato noch nie gesehen und von denen gibt es in der „Windy City“ definitiv genug. Nach ein paar Tagen, die wir auf jeden Fall zum Akklimatisieren benötigten, schnappten wir unser Mietauto und machten uns auf den Weg Richtung Niagarafälle. Wasserfälle haben meiner Meinung nach so etwas Magisches an sich. Ich könnte stundenlang stehenbleiben und zusehen, wie das Wasser in die Tiefe stürzt. Es ist einfach unglaublich wozu Mutter Natur fähig ist und einmal mehr wurde mir bewusst, dass dieser Planet, auf dem wir leben dürfen, geschützt und bewahrt werden muss – mehr denn je.

New York

Etwas feucht vom Wasserdunst der Niagarafälle führt unsere Route weiter Richtung Osten bzw. Südosten. Der nächste Stopp war New York und wir wurden abermals überrascht. New York, die Stadt, die niemals schläft, schläft wirklich nie. Es ist immer was los, nichts steht still und an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Nach fünf aufregenden Tagen ging es auch schon weiter Richtung Philadelphia und Washington. Unser Immunsystem machte uns hier einen Strich durch die Rechnung. Wir wurden beide krank, konnten aber dennoch beide Städte erkunden (nur nicht so intensiv, wie wir es uns gewünscht hätten 😉). Beide Städte, ganz unterschiedlich und jede mit verschiedenen interessanten Facetten, haben uns herzlich willkommen geheißen. Die Sonne wollte zwar nicht immer rauskommen, doch ein bisserl Regen schadet auch nicht – wurden die Regenjacken wenigstens nicht umsonst eingepackt. Und dann ging es weiter – next Stop: die Outer Banks.

Outer Banks

Mitunter ein Grund für diese Reise bzw. für den Reiseverlauf waren die Outer Banks. Ich habe bereits vor einiger Zeit davon gelesen und verschiedene Bilder gesehen und wusste damals schon, dort würde es mir sicher gefallen – und ich wurde nicht enttäuscht. Ewig lange Sandstrände, Natur, Schilf, Stege ins Wasser, Holzhäuser mit großen Terrassen, kitschige Sonnenuntergänge und Menschen mit chilliger Lebenseinstellung und Sinn für Humor. Am Weg zu den Outer Banks hatte ich doch kurz Bedenken, ob sich die Anreise für drei Nächte auszahlen würde und ich kann nun sagen – ja es hat sich ausgezahlt. Mr. B. und ich haben die meiste Zeit entspannt, den Moment genossen, im Whirlpool gechillt oder Tacos gegessen. Auf den nächsten Stopp habe ich mich ebenfalls schon ewig gefreut. Ich meine, wer denkt bei den Südstaaten Amerikas nicht an ewig lange Baumalleen und eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Charleston und Savannah überraschten uns einerseits mit köstlichem Cornbread (wir haben ein Lokal mit einer glutenfreien Variante gefunden) und andererseits mit Moskitostichen, die knapp eine Woche später teilweise immer noch gejuckt haben. Neben dem Cornbread in Charleston gab es ebenso Pecanpralinen in Savannah. Gefühlt schmecken die nur nach Zucker, aber auch nussig und köstlich, aber eben einfach richtig süß.

Und nun waren wir schon in Florida und sind Richtung Texas unterwegs. Wir haben meinen Bruder und seine Herzdame vom Flughafen abgeholt und machen nun den weiteren Süden der USA unsicher – davon erzähle ich dir später mehr. 😉

Kosten

Ganz oft, wurde ich teilweise verlegen gefragt, wie viel unsere Reise kosten würde und wie wir das Ganze angehen würden. Ich bin mir nicht sicher ob ich es schon einmal erwähnt habe, aber wir haben ganz einfach einen gewissen Betrag für diese Reise gespart (mit ein bisschen monetärer Unterstützung unserer Familie #weihnachtsgeschenke). Ganz simpel. Jedes Monat haben wir gleich zu Beginn einen gewissen Betrag auf die Seite gelegt und es ging sich super aus. Was uns die Reise bisher gekostet hat, verrate ich dir jetzt. Natürlich muss ich an dieser Stelle kurz festhalten, dass wir bisher überwiegend in Airbnb’s geschlafen bzw. auch schon drei Nächte im Auto gecampt haben. Wir kochen oftmals selbst und genießen die entspannte Atmosphäre bei „Free Walking Touren“. Letztgenannte sind Besichtigungstouren, für die im Vorhinein nichts verrechnet wird und nach der Tour kann jede Person selbst entscheiden, wie viel sie dem Guide geben möchte. 😊

Kostenübersicht für die Ostküste (von Chicago bis Miami)/ 23 Nächte
  • Übernachtung – ca. € 30,- bis € 40,- pro Person/Nacht. Wie schon erwähnt, haben wir drei Nächte kostenfrei im Auto gecampt – haben uns hierfür aber eine Luftmatratze samt Pumpe und Polster/Decke gekauft (in Summe ca. $ 60,- für beide).
  • Mietauto/Maut/Tanken – für unseren Midsize SUV (die ersten 20 Miettage) mit bestmöglicher Versicherung und zweitem Fahrer/zweiter Fahrerin haben wir gesamt rund $ 1150,- bezahlt.  Die Maut hat bis zu diesem Zeitpunkt $ 60,- ausgemacht und  $ 230,- haben wir „vertankt“.
  • Besichtigungstour/Eintritte – die Besichtigungen und Eintritte haben uns bis jetzt gesamt ca. $  310,- für beide gekostet. Vor der Reise haben wir uns noch einen USA-Reiseführer für ca. € 15,- gegönnt.
  • Verpflegung – wir haben selbst gekocht oder sind essen gegangen und haben dafür rund $ 560,- bezahlt.
  • Öffi-Tickets – in Summe haben wir in den verschiedenen Städten rund $ 150,- für beide Personen ausgegeben.
  • Handy – wir haben uns eine Sim- Karte geholt und dafür ca. $ 40,- gezahlt.
  • Sonstiges (z.B. Wäsche waschen, Souvenirs, Parken etc.) – dafür gingen rund $ 75,- drauf.
  • Strafzettel – in New York haben wir einen Strafzettel kassiert und mussten dafür $ 115,- bezahlen.
Philadelphia

Fazit

Mittlerweile habe ich bereits oft mit Mr. B. über unsere bisherige Reise gesprochen und die einzelnen Strecken reflektiert. Würden wir es wieder so machen? Was hat uns am besten gefallen? Was würden wir uns das nächste Mal sparen? War es das wirklich wert?

JA! Wir würden die Reise wieder so machen. Wir sind froh, die bisherige Reise so geplant zu haben, da es so für uns bis jetzt richtig gut gepasst hat. Lediglich der erste Tag mit dem Mietauto war etwas nervenaufreibend, da wir die Distanzen etwas unterschätzt hatten. Wir wollten unbedingt zu einem bestimmten Campingplatz fahren, den wir schlussendlich jedoch gar nicht mehr angesteuert haben, da es sich nicht mehr ausgezahlt hätte. Wir haben dann einfach eine Nacht im Auto geschlafen (wir hätten auch am Campingplatz im Auto geschlafen – die Rückbank kann flach umgelegt werden und eine Matratze samt Polster und Decke hatten wir schon besorgt). In den Reisevideos erzählen wir ein bisserl mehr darüber und zeigen auch, wie das Ganze aussieht. Der erste Auto-Fahr-Tag war zwar mühsam, doch wir haben schon bei der Planung der Reise gewusst, dass die ersten zwei Tage anstrengend sein werden. Die restlichen Routen sind doch kürzer und angenehmer zu fahren. Am besten haben mir bis jetzt die Niagarafälle, die Sonnenuntergänge auf den Outer Banks und New York gefallen. Wobei – gefallen hat mir eigentlich alles, nur diese drei haben mich am meisten beeindruckt. Alles in allem – ich würde die bisherige Reise genauso wieder machen –  würde ich Nichts einsparen. Im Gegenteil, ich würde vielleicht mehr Zeit auf den Outer Banks einplanen und zuvor noch Kite Surfen lernen. 😉  Ich glaube das war’s jetzt – bis bald!

Savannah
Outer Banks

Keine Kommentare möglich.