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Und nach mehr als drei Wochen auf Reisen haben wir endlich wieder vertraute Gesichter gesehen, unsere Lieblingsmenschen fest umarmt und sie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten herzlich mit einem selbstgebastelten Begrüßungsschild willkommen geheißen. Du kannst dir wahrscheinlich vorstellen wie ich mich gefühlt habe – wie ein kleines Kind an Weihnachten. Nun sind wir zu viert und das Abenteuer geht weiter – Teil 2 unserer Route beginnt.

Miami

Route

Wir bleiben zuerst ein paar Tage in Miami und genießen den feinen Sandstrand, die Palmen und die salzige Meeresbrise. Schließlich müssen wir von der kultigen Stadt, in der schon Horatio Caine Verbrechen aufgeklärt hat, Abschied nehmen. Wir reisen weiter Richtung Key West. Key West ist der südlichste Part der kontinentalen Vereinigten Staaten und ist geprägt von karibischem Flair. Es ist bunt, teilweise laut, aber auch idyllisch und ruhig. Henderl laufen auf den Straßen rum, wir probieren Key Lime Pie und betrachten einen der schönsten Sonnenuntergänge, den ich bis dato in meinem Leben gesehen habe. Eines muss ich jetzt generell festhalten. Ich habe Sonnenuntergänge lieben gelernt – vielleicht kommt das mit dem Alter oder ich stehe einfach auf diesen romantisch-kitschigen- Naturvorgang. 😊

Nach einer Nacht ging es auch schon wieder weiter – nächster Stopp: Everglades. Da wir unbedingt eine Airboat-Tour machen wollten, haben wir diese bereits im Vorhinein online gebucht. Als wir endlich beim Touranbieter angekommen waren, mussten wir leider feststellen, dass dieser nicht offen hatte. Nach einer kurzen Email hatten wir unser Geld wieder und fuhren einfach zu einem anderen Touranbieter auf der Strecke. Wir hatten einen sehr unterhaltsamen Guide und diese Tour war wirklich einmalig. Nachdem wir nun etwas über die Unterschiede von Alligatoren und Krokodilen erfahren hatten, fuhren wir weiter über Sanibel Island nach Orlando. Auf dieser Strecke haben wir einen Nächtigungsstopp in Naples eingelegt und mussten dort ebenfalls einen kurzen Halt in der Cheesecake Factory einlegen. Es gab sogar einen glutenfreien Cheesecake – ein Schokoladen-Cheesecake. Er war ganz gut, aber selbst für mich war es schlussendlich zu viel Schoki.

Everglades-Nationalpark
Kennedy Space Center
Kennedy Space Center

In Orlando haben wir einen längeren Aufenthalt eingeplant, da wir uns richtig viel Zeit für die verschiedenen Vergnügungsparks nehmen wollten – Universal Studios Park Florida, Walt Disney Park Magic Kingdom und zum Abschluss noch ein Abstecher zum Kennedy Space Center. Mir gefielen alle Parks gut, doch Walt Disney hat meine Erwartungen vollkommen übertroffen. Obwohl es im Universal Studios Park Florida eine Harry Potter- Welt gab und ich Harry Potter einfach liebe, würde ich doch eher nochmals dem Walt Disney Park einen Besuch abstatten. Das Kennedy Space Center ist meiner Meinung nach in dem Sinn kein Vergnügungspark, sondern ein sehr gutes interaktives Museum – kann ich ebenfalls sehr empfehlen. 😊

Fort Walton Beach

Und schon waren die Vergnügungs-Tage vorbei, die Reise geht weiter und unser nächster großer Halt ist New Orleans. Auf dem Weg dorthin haben wir jeweils eine Nacht in Daytona Beach und Fort Walton geschlafen. Der Strand von Fort Walton ist wunderschön, ich habe noch nie so weichen, feinen Sand zwischen meinen Zehen gespürt und wir haben drei Strandhochzeiten nebeneinander mitverfolgt. In New Orleans angekommen, hatten wir wieder einmal Lust auf selbstgekochte Köstlichkeiten. Da wir eine ganze Airbnb- Unterkunft für uns hatten, konnten wir diese Gelüste schnell stillen. Zudem gab es Beignets vom Cafe du Monde, einen interessanten Stadtrundgang, Po-Boys (ein Sandwich mit verschiedenen Fleischfüllungen), bunte Atmosphäre, Südstaatenvillen und entspannte Jazzmusik.

Houston stand ebenso auf unserem Programm, wobei wir am Weg dorthin noch eine Nacht in Sulphur geschlafen und zuvor einer Rum-Destillerie (Bayou) einen Besuch abgestattet haben. Ich trinke zwar fast keinen Alkohol mehr, doch das Bayou Satsuma hat es mir angetan. Davon musste ich unbedingt eine Flasche mitnehmen. 😊 In Houston haben wir das Space Center besucht und wir können auch hier einen Besuch wärmstens empfehlen. Es ist anders als das Kennedy Space Center in Florida und thematisiert eher die ehemaligen Apollo-Missionen. Nach Housten ging es weiter über Austin, Dallas und Amarillo Richtung Monument Valley. In Austin wurde Mr. B. von einem Auto angefahren (es ist Gott sei Dank nichts passiert), in Dallas haben wir unser erstes Eishockey Match gesehen und in Amarillo wurden wir von Schnee überrascht. Bevor wir nun endlich das Monument Valley erreicht hatten, haben wir noch Stopps beim Four Corners Monument und einer Aztec Ruin (Azteken Ruine) eingelegt. Was ich bis dato nicht wusste und mir im Monument Valley bewusst wurde ist, dass ich diese rotfarbenen Gesteinsformationen wirklich beeindruckend finde. Ich liebe die natürliche, starke Färbung, die Landschaft, die karge Vegetation – einfach alles. Meine Augen konnten sich nicht satt sehen und am liebsten hätte ich alle zwei Meter ein Panorama-Foto geschossen.

Nach dem Monument Valley ging es weiter Richtung Westen und der Horseshoe Band, Antelope Canyon und Grand Canyon standen auf unserem Programm. Natürlich mussten wir unzählige Fotos und Videos machen, doch wir konnten trotzdem die einzigartige Atmosphäre dieser jahrtausendalten Steine genießen. Ich kann meine Faszination hierfür fast nicht in Worte fassen – man/frau muss es einfach selbst gesehen haben, um dieses Erlebnis begreifen zu können. Mutter Natur ist eine unfassbare und beeindruckende Landschaftsgestalterin – ich kann es nicht oft genug sagen. Mir wurde wieder einmal klar wie notwendig es ist, die Umwelt zu schützen und darauf zu achten, dass auch unsere Kindeskinder noch eine Welt erleben können, wie wir es dürfen/durften.

Las Vegas bot uns schließlich ein buntes, vibrierendes Kontrastprogramm zu diesen Naturschönheiten. Las Vegas – was in Vegas passiert, bleibt in Vegas – war bunt, laut, schrill, einzigartig und besonders auf eine ganz eigene Art und Weise. Mir persönlich war es etwas zu viel, aber ich bin auch keine Liebhaberin von großen Menschenmassen und Geldspielereien. Wir haben uns dennoch die verschiedenen Casinos angesehen, eine Hypnose-Show genossen und gutes Korean BBQ gegessen. Schlussendlich haben sich unsere Wege wieder getrennt, wir mussten uns von unseren temporären, lieben Mitreisenden wieder verabschieden und Mr. B. und ich sind nun wieder zu zweit allein on the road. Nach einer letzten Nacht in Las Vegas haben wir nun unseren letzten Teilabschnitt in Angriff genommen. Fortsetzung folgt. 😊

Reisevideos zu unserer Route gibt es >hier<.

Blau: Route Teil 1 | Rot: Route Teil 2

Kostenübersicht für „von Ost nach West“ (von Miami bis Las Vegas)/ 25 Nächte

  • Übernachtung – es sind rund € 20,- bis € 65,- pro Person/Nacht. Diesmal haben wir nicht im Auto geschlafen (wäre zu viert auch etwas ungemütlich gewesen) und wir haben mehrmals in Motels genächtigt.
  • Mietauto/Maut/Tanken – für unseren Midsize SUV (die nächsten 26 Miettage) mit bestmöglicher Versicherung und zweitem Fahrer/zweiter Fahrerin haben wir gesamt rund $ 1244,- bezahlt.  Die Maut hat bis zu diesem Zeitpunkt $ 45,- ausgemacht und $ 360,- haben wir „vertankt“.
  • Besichtigungstour/Eintritte – die Besichtigungen und Eintritte haben uns (4 Personen) für diesen Zeitraum ca. $ 850,- und zusätzlich € 1090,- gekostet.
  • Verpflegung – wir haben wieder einige Male selbst gekocht oder sind essen gegangen und haben dafür zu viert rund $ 1600,- bezahlt.
  • Öffi-Tickets – in Summe haben wir in den verschiedenen Städten rund $ 50,- für vier Personen ausgegeben.
  • Handy – wir haben unsere Sim- Karte für ca. $ 32,- verlängert/ neu aufgeladen.
  • Sonstiges (z.B. Wäsche waschen, Souvenirs, Parken etc.) – dafür gingen rund $ 250,- drauf.

Fazit

Schon langsam komme ich mir komisch vor, weil ich schon wieder was Ähnliches schreibe, aber ich würde auch bei diesem Routenabschnitt fast nichts anders machen. Die Fahrtstrecken waren okay (teilweise etwas länger, aber die Distanzen sind eben größer 😉), es gab jeden Tag etwas zu sehen und uns wurde nie langweilig. Ich würde beim nächsten Mal nur die Nächtigung beim Monument Valley anders planen. Wir haben etwas außerhalb geschlafen, sodass wir am Vortag das Monument Valley besichtigt haben, dann wieder östlich (quasi retour) fuhren, nächtigten und am nächsten Tag die ganze Route wieder fahren mussten. Die Unterkünfte in dieser Region sind jedoch eher dünn gesät und deshalb hatten wir es so geplant. Eventuell würde ich das das nächste Mal nochmals überdenken und versuchen etwas Näheres zu finden.

Bis dann!

  • Teil 1 der Reise >hier<.
  • Teil 3 der Reise >hier<.
Antelope Canyon

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