„Was? Aus Bohnenwasser?“ – Solche und so ähnliche Äußerungen habe ich gehört, als ich (wie immer) jeder/jedem erzählt habe woraus mein nächstes Keksrezept besteht. Baiser besteht in der Regel aus Eischnee. Da ich heute jedoch vegane Baiser mache, muss ein Ersatz für das Ei her. Hier kommt Aquafaba ins Spiel. Habt ihr schon einmal davon gehört? Ich bin zufällig darauf gestoßen und ich muss sagen, es hört sich im ersten Moment sehr exotisch an, doch das ist es auf keinen Fall. „Aqua“ steht für Wasser und „faba“ für Bohne = Bohnenwasser. Also im Prinzip nimmt Mann/Frau einfach Abtropfwasser von Hülsenfrüchten. Genau das Wasser, das beim Öffnen von z.B. Kichererbsendosen weggegossen wird. Diese Flüssigkeit lässt sich prima zu veganem Eischnee verarbeiten. Ich habe bis dato Kidneybohnen-, weißes Bohnen- und Kichererbsenabtropfwasser verwendet. Mein Fazit: Klappt einfach super! 🙂

Das heutige Rezept habe ich gefühlte 100mal probiert, bis ich die richtigen Zutatenmengen beisammen hatte. Aber wie sagt Mann/Frau so schön: „Was lange währt, wird endlich gut!“.

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Zutaten:

  • 75 g Kidneybohnenabtropfwasser
  • 75 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer Zitrone
  • 2 TL Zitronensaft
  • Deko: Zuckerperlen

 

Zubereitung:

Das Kidneybohnenabtropfwasser mit dem Salz, dem Saft und dem Abrieb der Zitrone vermengen.

Anschließend mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine (wenn ihr eine Küchenmaschine habt, dann nehmt auf jeden Fall die 😉 ) zu steifem „Eischnee“ schlagen. Das kann mitunter rund 15 Minuten dauern.

Den Puderzucker nach und nach langsam in die Schaummasse einrieseln lassen und weiter mixen.

Wenn eine glänzende, schaumige, steife Konsistenz erreicht worden ist, dann kann die Baisermasse in eine Spritztülle gefüllt werden.

 Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech Tupfen, Ringe, etc. spritzen. Genügend Abstand zwischen den Tupfen lassen. (ca. 2 – 3 cm).

Nun wird das Ganze bei 100°C Grad Ober- und Unterhitze getrocknet. Einen Holzkochlöffel in die Ofentür einklemmen – so kann die Feuchtigkeit aus dem Backofen entweichen! Die Trockenzeit variiert je nach Größe der gespritzten Tupfen, Ringe, etc. Die Baiser sind trocken, wenn sie sich im warmen Zustand einfach vom Backpapier lösen lassen. Werden sie zu früh aus dem Ofen genommen, so werden sie klebrig/pampig und lassen sich nicht vom Backpapier lösen.  Meine Tupfen waren rund 6 Stunden im Ofen. Anschließend im ausgeschalteten Backrohr auskühlen lassen.

Wenn die Baiser fertig getrocknet und ausgekühlt  sind, diese in einer Metalldose aufbewahren. Baiser ziehen Feuchtigkeit magisch an. Es kann also sein, dass sie trotz langer Trockenzeit irgendwann klebrig werden.

Guten Appetit und viel Spaß beim Backen. 🙂

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