„Depri?“ „Ja irgendwie schon, heute ist schon wieder alles blöd….“. Solche Gespräche gibt es öfters zwischen meinem Freund und mir. Mittlerweile sind wir doch schon länger zusammen und meist errät er meine Stimmungslage sobald wir uns sehen. Seine Frage – „Depri?“ – ist lieb und nicht abwertend oder beleidigend gemeint. Was soll ich sagen, ich denke viel, lange und ausgiebig über mein Leben nach. Philosophiere über die Menschheit und die tagtäglichen Gegebenheiten, die rund um mich herum passieren. Was ist der wahre Sinn des Lebens? Warum bin ich hier auf diesem Planeten? Warum bin ich genau in diesem Land geboren? Was will ich mit meinem Leben anfangen?….  Solche Grübeleien habe ich (teilweise abhängig vom Wetter) mal mehr, mal weniger oft. Manchmal fühle ich mich so als müsste ich wissen was ich will, wer ich bin und wo mein zukünftiger Weg hinführen soll. Ich habe das Gefühl, es wird von außen von mir erwartet, dass ich in dieser schnelllebigen Zeit all diese Fragen binnen weniger Minuten für mich beantworte. „Finde deine innere Mitte“ – ja und was, wenn ich meine innere Mitte einfach noch nicht finden kann und will?

Eines weiß ich bestimmt, nämlich, dass ich einfach nichts oder zumindest nicht alles weiß. All die Fragen, die in meinem Oberstübchen herumschwirren, können nicht von heute auf morgen beantwortet werden. Es braucht seine Zeit und das ist auch gut so. Was ich für mich ebenso herausgefunden habe, dass der Druck von außen eben von außen kommt und ich auf mein Inneres hören sollte bzw. muss. Trotz dieser Erkenntnis fällt es mir nicht einfach und manchmal habe ich das Gefühl, mein Inneres möchte nicht von mir entdeckt werden. Was mir in solchen unsicheren Momenten sehr gut hilft, ist der Kontakt mit lieben, vertrauten Menschen. Stundenlange, tiefsinnige Gespräche, alles in Frage stellen und schließlich gemeinsam die Stimmung aufheitern. Es ist okay, wenn das Leben nicht immer auf Stimmungslevel „rosarote- Zuckerwatte- Wolke“ läuft und Gefühle empfunden werden, die vielleicht zum Nachdenken anregen oder womöglich das eigene Ich einschüchtern. Meiner Meinung nach benötigt jede Person Zeit um die Fragen, die einem wichtig sind, für sich beantworten zu können oder um herauszufinden, dass Mann oder Frau auf diese Fragen eben (noch) nicht eingehen kann. Ich nehme mir jetzt die Zeit, chille mich aufs Sofa, genieße das Sandwich- Montag von heute und lasse es mir mit dem Gedanken gut gehen, dass ich wahrscheinlich noch nicht dort bin, wo ich vielleicht später einmal sein werde. 😉

Zutaten:

  • 2 Kornspitz
  • 200 g Karotte
  • 6 Garnelen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 80 g Ricotta
  • 1 TL Öl
  • Salz und Pfeffer
  • Deko: Zitronenscheiben, Rosmarinzweige

Zubereitung:

Die Karotte schälen und die Enden abschneiden. Die Karotte in grobe Würfel schneiden und in Salzwasser weich kochen. Anschließend abseihen und auskühlen lassen.

Die Garnelen von Schale und Darm befreien und kurz unter Wasser abspülen – anschließend trocken tupfen. Die Garnelen nun in „Butterfly“- Form bringen. Hierfür mit einem scharfen Messer das Fleisch auf der Bauchseite bis kurz vor den Schwanzflossen durchschneiden. Es entstehen somit zwei miteinander verbundene Hälften, die der Schmetterlingsform ähneln. Das Garnelenfleisch wie unten links auf dem Foto in Form bringen. Die Garnelen mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.

Die ausgekühlten Karotten pürieren und mit dem Ricotta verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Garnelen zusammen mit dem Rosmarinzweig in etwas Öl in der Pfanne anbraten, bis sie Farbe angenommen haben und durch sind.

Den Kornspitz schräg in daumendicke Scheiben schneiden. Die Kornspitzscheiben toasten, mit dem Karottenaufstrich bestreichen und die Garnelen darauf platzieren. Mit Zitronenscheiben und Rosmarinzweigen garnieren.

Guten Appetit! 🙂

P.S. Der Karotten- Ricotta Aufstrich schmeckt auch ohne Garnelen köstlich! 😀

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