Ich habe wieder etwas Neues ausprobiert. Es ist auch schon ein bisschen länger her und irgenwie wollte ich auch, dass das Rezept früher am Blog online geht. Irgendwie kam ich aber dann nicht dazu und was soll ich sagen – heute ist es endlich soweit! 🙂 Heute teile ich mit dir mein glutenfreies und veganes Rotkraut- Kuchen- Rezept. Rotkraut- Kuchen – klingt das eigenartig? Irgendwie ja schon ein bisschen. Aber nur weil es eigenartig klingt, muss es nicht schlecht oder komisch sein.  Die Idee zu dieser Leckerei (wie ja bei fast allen Rezepten) kam mir beim Fahren mit den Öffis – wahrscheinlich während einer unterhaltsamen Fahrt quer durch Wien mit der Linie U6. Naja, so ganz genau weiß ich das nicht mehr, welche Strecke ich wann und wie gefahren bin – ist aber an dieser Stelle auch nicht so wichtig 😉 Ich glaube, ich habe es schon einmal erwähnt und es tut mir wirklich leid, wenn ich mich wiederhole, aber ich habe das Kichererbsenmehl für mich entdeckt. Ich mag den Geruch, die Konsistenz, die Art und Weise wie es verwendet werden kann und vor allem liebe ich es damit neue Gerichte auszuprobieren. Wer weiß, welche Köstlichkeiten da noch so ihren Weg auf den Blog finden werden! 😉 

Nun zur Füllung dieser Geschmacks- Bombe. Ich weiß ja leider nicht, ob du ein Rotkraut- Fan bist, aber ich zähle mich definitiv zu den Rotkraut- Liebhaberinnen. Nicht nur der Geschmack ist ein Träumchen, sondern auch die Farbe. Ich meine, gibt es etwas Schöneres als Essen, dass richtig gut schmeckt und noch dazu schön anzusehen ist? Da muss ich mich leider outen – bei so etwas bin ich manchmal wirklich oberflächlich. Saftige Farben, intensiver, verlockender Geruch – mhmmm.. Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen! 😀 Für die Füllung dieses pikanten Kuchens habe ich ein klassisches Rotkraut (wie es z.B. zum Gansl gegessen wird) zubereitet. Es gibt ja zig verschiedene Arten, wie Rotkraut gekocht werden kann. Ich bereite meines eigentlich immer mit Apfelmus, Zimt und etwas Ingwer zu. Meiner Meinung nach erhält es dadurch eine erfrischende und leichte Zitrusnote, zudem wird der Geschmack durch das leicht süßliche Apfelmus harmonisch abgerundet. Etwas (veganer) Joghurt, frische Petersilie und ein Klecks süß-säuerliches Chutney runden das „Gesamtbild“ ab und laden dazu ein, sich ein Stück zu gönnen.

Zutaten für eine Springform ø 18 cm:

Teig:

  • 130 g geriebene Mandeln
  • 100 g geröstetes Kichererbsenmehl
  • 15 g Süßlupinenmehl
  • 100 ml Wasser + 1 TL Flohsamenschalen 
  • 50 g Kokosöl
  • 1 TL Natron
  • 1 EL Obstessig (z.B. Himbeeressig)
  • Salz & Pfeffer

Füllung:

  • ½ Zwiebel
  • 500 g Rotkraut
  • 100 ml Rotwein
  • 50 ml Wasser
  • 120 g Apfelmus (ohne Zuckerzusatz)
  • 1 Lorbeer Blatt
  • 1 TL Flohsamenschalen
  • ca. 1 cm langes daumendickes Stück Ingwer
  •  1 Messerspitze Zimt
  • etwas Öl
  • Salz & Pfeffer

Topping:

  • 3 EL veganes Naturjoghurt
  • etwas Marillen Chutney
  • etwas frische Petersilie

Zubereitung:

Für den Teig das Wasser mit den Flohsamenschalen vermengen und für rund 2 Stunden quellen lassen.

In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten mit dem Natron vermengen. Das Kokosöl zum Schmelzen bringen. Nun die gequellten Flohsamenschalen und das geschmolzene Kokosöl zu den trockenen Zutaten hinzugeben und alles miteinander verrühren bzw. zu einem glatten Teig kneten. Den Obstessig, sowie Salz und Pfeffer einkneten und den Teig für rund 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Währenddessen wird die Füllung zubereitet. Hierfür das Rotkraut in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel klein würfeln. Die Zwiebelwürfel, sowie die Rotkrautstreifen in etwas Öl in einem Topf glasig anbraten. Anschließend mit dem Rotwein ablöschen. Das Lorbeer Blatt, den Zimt, etwas Salz und Pfeffer in den Topf geben. Den Ingwer schälen und fein zerdrücken. Wenn der Alkohol verdampft ist, das Wasser, den zerdrückten Ingwer und das Apfelmus zum Rotkraut geben. Nun alles zugedeckt köcheln lassen, bis das Rotkraut weich (jedoch nicht matschig) ist. Den Topf vom Herd nehmen, die Flohsamenschalen unterrühren und das Ganze auskühlen lassen.

Wenn der Teig ausreichend gekühlt hat, eine Springform (Ø 18 cm) mit Backpapier auslegen und die Seiten einfetten, sowie mit etwas Süßlupinenmehl stauben. Nun den Boden der Springform mit Teig  auslegen und einen ca. 5 – 6 cm hohen Teigrand ziehen.

Der Teig wird im vorgeheizten Backrohr für ca. 20 Minuten bei 180°Grad mit Hülsenfrüchten blind gebacken. Blind backen bedeutet, dass der Boden nicht aufgehen soll – die Teigränder jedoch schon. Hierfür den Teigboden mit Backpapier auslegen und mit trockenen Hülsenfrüchten (ich nehme z.B. Bohnen) beschweren. Nach rund 20 Minuten Backzeit die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und den Kuchen für weitere rund 10 Minuten fertig backen lassen. Nach dem Backen den Kuchen mit dem Rotkraut füllen und mit etwas Joghurt, Marillen Chutney und frischer Petersilie toppen.

Guten Appetit! 😀

 

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